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Interim Buchhalter: 10 Fehler beim Jahresabschluss vermeiden

  • Autorenbild: Dennis Kulla
    Dennis Kulla
  • 14. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Der Gedanke an den Jahresabschluss bringt dich ins Schwitzen? 🥵 Überlastung, Fristen, Parallelprojekte – und am Ende zählt nur ein pünktlicher, prüfsicherer Abschluss. Hier ist die kompakte Liste der 10 häufigsten Fehler – plus die praktischen Fixes, die ein Interim Buchhalter direkt umsetzt.


Die 10 häufigsten Fehler – und die sofortige Lösung


Ein erfolgreicher Jahresabschluss ist keine Kunst, sondern das Ergebnis vorausschauender Planung und systematischer Organisation. Doch wo lauern die Stolpersteine, und wie kannst du sie vermeiden? Lass uns einen Blick auf die häufigsten Fehler werfen und Lösungen finden, die dir helfen werden, Stress zu vermeiden.


1. Kein klarer Cut-off & fehlendes Freeze


Symptom: Laufende „Sonderwünsche" torpedieren den Close.

Fix: Setze einen verbindlichen Close-Kalender mit Freeze-Fenstern (z.B. 20.–05.). Change-Requests sollten nur über ein Ticket-System, einschließlich des Impacts, gestellt werden.


High angle view of an office desk with a calendar and paperwork
Kalender zur Planung des Jahresabschlusses

2. ARAP/PRAP & Rückstellungen kommen zu spät


Symptom: Überraschungen im Januar, Nachbuchungs-Orgie.

Fix: Implementiere Standardlisten für wiederkehrende Kosten (Miete, Lizenzen, Wartung) und eine Rückstellungs-Matrix (Bonus/Urlaub/Prüfungen) mit Evidenz.


3. Inventur ohne belastbare Doku


Symptom: Zählfehler, Bewertungschaos, Prüfungsfragen.

Fix: Erstelle ein Inventur-Playbook mit Zählplänen, Stichproben und Bewertungsregeln. Führe Buchungen am Stichtag durch.


Close-up view of inventory documents and counting materials
Dokumentation der Inventur

4. Bank/AR/AP/IC nicht auf 0 € abgestimmt


Symptom: Unerklärte Deltas, IC-Schieberei.

Fix: Sorge für tägliche Bank-Abstimmungen und wöchentliche AR/AP-Kontrollen. Nutze eine IC-Matrix mit Toleranzen und klaren Verantwortlichkeiten.


5. PBC-Pack erst „last minute”


Symptom: Prüfer blockiert Team, Close rutscht.

Fix: Stelle das PBC-Pack (Prepared By Client) mindestens eine Woche vor dem Stichtag zur Verfügung. Dies sollte Prozessbeschreibungen, Abstimmungen, ARAP/PRAP-Spiegel, Inventurdokumentation und Anlagenspiegel beinhalten.


6. Unklare Rollen/Rechte (RACI/DOA)


Symptom: Freigaben hängen, niemand fühlt sich zuständig.

Fix: Entwickle ein RACI-Diagramm (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) für jede Aktivität und eine DOA-Matrix (Delegation of Authority) für Freigabestufen.


7. Daten-Silos statt ETL-Automatisierung


Symptom: Excel-Fehler, manuelle Doppelarbeit.

Fix: Führe Power-Query/ETL-Flows für Bankdaten, Standard-ER und Gebühren-Splits ein. Implementiere einen Dubletten-Check und Protokollierung.


8. Change-Governance fehlt


Symptom: Jede Mail wird zur „Top-Prio”.

Fix: Implementiere ein Mini-Steering-Board, bestehend aus CFO, Interim-Manager und den Projektverantwortlichen, die Change-Anträge innerhalb von 24 Stunden entscheiden.


9. Zu viele Projekte im Close-Fenster


Symptom: Migrationen und Einführungen kollidieren mit dem Abschluss.

Fix: Setze einen Projekt-Freezes im Close-Fenster und verschiebe kritische Go-Lives auf das erste Quartal.


10. Keine Retrospektive – Fehler wiederholen sich


Symptom: Jedes Jahr dieselben Baustellen.

Fix: Führe nach jedem Close eine „Lessons Learned”-Sitzung durch und aktualisiere deine Standard Operating Procedures (SOPs) sowie Checklisten.


14-Tage-Plan ab heute


Ein gut strukturierter 14-Tage-Plan kann dir helfen, die oben genannten Fehler systematisch zu vermeiden. Hier ist ein Vorschlag, wie du die nächsten zwei Wochen gestalten könntest:


  • Tage 1–3: Setze den Close-Kalender & Freeze auf, bestimme RACI & Owner, und setze eine KPI-Baseline (Nachbuchungen, offene Abstimmungen).

  • Tage 4–7: Finalisiere ARAP/PRAP-Runs, die Rückstellungsmatrix und das Inventur-Playbook.

  • Tage 8–10: Implementiere ETL-Automatisierungen (Bank, Standard-ER, IC-Matrix) sowie den Dubletten-Check.

  • Tage 11–14: Stelle PBC-Pack v1 zusammen, führe einen Dry-Run der Abschlussbuchungen durch, erstelle Delta-Kommentare und einen Restanten-Plan.


Was du im kostenlosen PDF bekommst


Hol dir unseren kostenlosen Leitfaden „10 Fehler bei der Jahresabschlussplanung – und wie du sie vermeidest", der speziell für Leiter der Buchhaltung und CFOs erstellt wurde. In diesem Leitfaden findest du:


  • Checklisten für Cut-off, ARAP/PRAP, Inventur und Abstimmungen.

  • Eine RACI-Vorlage sowie ein DOA-Beispiel zur Klarheit der Rollen.

  • Ein Muster-PBC-Pack, das Struktur und Inhalte bereitstellt.

  • Mini-ETL-Blueprint (Power Query) zur Automatisierung deines Datenmanagements.

  • Retro-Template inklusive Release-Notes für eine stetige Verbesserung deiner Prozesse.


Warum ein Interim Buchhalter hier den Unterschied macht


Ein Interim Buchhalter bringt Tempo und Entlastung in dein Team. Die Unterstützung beginnt nicht in Wochen, sondern in Tagen. Sie schaffen Lösungen und Handwerkskunst statt einfach nur PowerPoint-Präsentationen.


Zudem gewährleisten sie die Prüf- und Nachvollziehbarkeit durch einen Audit-Trail, Evidenzen und nachvollziehbare Buchungen. Die Übergabe an dein internes Team erfolgt strukturiert, inklusive Dokumentation und Schulungen, sodass der Standard gewährleistet bleibt.


Starte stressfrei in den Jahresabschluss 2025


Hilf dir selbst und deinem Team! Hol dir den kostenlosen Leitfaden und falls gewünscht, ein 30-minütiges Abschluss-Sparring. Lass uns deinen kritischen Pfad priorisieren und dir drei Quick-Wins vermitteln, die du noch in diesem Zyklus umsetzen kannst. Verliere keine Zeit und starte noch heute!

 
 
 

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